Stichwort #Irland (I)

Dies ist zwar kein Reise-, sondern ein Literaturblog, aber auf meiner Literatursafari quer über die Grüne Insel habe ich einiges kennengelernt und ausprobiert, was auch für andere Irlandreisende interessant ist, und diese Erfahrungen  möchte ich, nach Stichworten zusammengefasst, in einigen Beiträgen in nächster Zeit mit euch teilen.

#Transportmittel

#Flugzeug 

Wie immer bin ich mit Aer Lingus nach Dublin geflogen, und es hat wieder alles prima geklappt. Die nationale irische Fluglinie fliegt viele europäische Hauptstädte und gleich 4 deutsche Städte (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg) an, und auch mein aus Nordirland stammender Kollege bucht Aer Lingus und fährt dann mit dem Bus weiter, wenn er seine Familie besucht. Preis und Service sind okay, und Diversität wird offensichtlich groß geschrieben: Eine der Flugbegleiterinnen auf dem Flug von Dublin nach Wien ist 1,85 groß, war perfekt zurechtgemacht und ist wahrscheinlich nicht als Mädchen zur Welt gekommen. Glück für sie, dass sie einen stehenden Beruf ausübt: Die Burschen von der irischen Basketballmannschaft, die auf meinem Flug waren, hätten wahrscheinlich lieber den Job der Stewardess gemacht als ihre Beine wie Klappmesser unter dem Sitz zusammenzufalten. Dublin und den Flughafen Shannon im Süden der Insel fliegen natürlich auch zahlreiche andere Fluglinien an, mehr Beinfreiheit gibt es bei diesen allerdings auch nur in der Business Class.

#Bus

20180709_141555.jpgVom Flughafen gibt es zahlreiche Busverbindungen in alle Teile des Landes, viele davon mit der Bus Éirann. Daneben bedienen kleinere Anbieter vor allem die beliebtesten Routen zwischen den wichtigsten Städten. Ich habe mit City Link sehr gute Erfahrungen gemacht. Die City Link-Busse halten in Dublin allerdings nicht am großen Busbahnhof, sondern direkt im Zentrum am Ufer des Liffy. Diese Tatsache hat mir bei meinem ersten Irlandaufenthalt vor vielen Jahren eine lange Suche – mit vollem Gepäck ohne Rollen – nach der Haltestelle beschert, weil die immer hilfsbereiten Dubliner uns natürlich zuerst zum Busbahnhof schickten, als wir nach dem Weg fragten.

#Nahverkehr in Dublin

img_4315.jpgDie meisten Sehenswürdigkeiten in Dublin erreicht man problemlos zu Fuß, wenn man erst einmal im Stadtzentrum ist. Vom #JamesJoyceCenter nördlich des Liffy bis zum #TrinityCollege nahe dem Südufer und weiter zum #GuinessStorehouse im Westen wandert man in weniger als einer Stunde und bekommt dabei einen ersten Eindruck davon, was die Stadt zu bieten hat, aber es gibt auch zahlreiche Bus- und Straßenbahnverbindungen in alle Stadtteile. Wenn man gerne den Hafen in Dun Laoghaire (ausgesprochen wie dun-leery) sehen, auf den #JamesJoyceTower steigen, durch das idyllisch-schicke #Dalkey spazieren oder in #Sandycove schwimmen gehen möchte, fährt man am besten mit dem DART, der in kurzen Intervallen die Küstenorte von Howth im Norden bis Bray im Süden verbindet und zwei Stationen nahe dem Zentrum hat.

#Auto

In Dublin ist der Verkehr wie in jeder anderen Großstadt für Ortsunkundige eine Herausforderung, und der Linksverkehr macht es nicht leichter. Überland habe ich das Fahren auf der „falschen“ Seite sehr schnell erlernt und, entgegen aller Warnungen, die irischen Autofahrer*innen als sehr rücksichts- und verständnisvoll erlebt. Die Überlandstraßen sind manchmal eng und kurvenreich, aber meist nicht sehr stark frequentiert.

#Nahverkehr in Galway

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River Corrib, Galway, Ireland

Galway ist überschaubar genug, um es zu Fuß zu erkunden, und wenn man die ruhigen Uferpromenaden am Corrib genießen möchte, empfiehlt sich das auch. Aber wenn man doch mit dem Auto unterwegs ist, lässt sich der innerstädtische Verkehr gut bewältigen. Es gibt auch Straßenbahnen und Nahverkehrsbusse, allerdings sind die Intervalle manchmal lang.

 

#Essen & Trinken

In Galway hatte ich Glück: Peter, mein Airbnb-Vermieter, hat mir gleich nach meiner Ankunft mehrere Restaurants, Pubs, Cafés und Bars empfohlen, und alle, die ich ausprobiert habe, waren ein Volltreffer:

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Peter’s place in Upper Newcastle, Galway

 

Kai Café + Restaurant – maritime Einrichtung, sehr nette Bedienung, Bioprodukte aus der Region, einfallsreiche Kompositionen, einfach köstlich! (Kai Café + Restaurant, 22 Sea Road, Galway, H91 DX47, Ireland)

 

 

 

 

 

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Jungle Cafe, Galway

Jungle Cafe Galway – direkt im Stadtzentrum, auf halbem Weg zwischen Eyre Square und  Busbahnhof. Kleinere Gerichte aus frischen, nachhaltig produzierten Zutaten in überdachtem Garten mit südamerikanischem Flair. (No. 29 Forster Street, Galway, Ireland).

 

 

 

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Corrib House Tearooms, Galway

Corrib House Tearooms – Ein eleganter Teesalon mit Blick auf den River Corrib in einer aus dem 18. Jahrhundert stammenden Stadtvilla im Georgianischen Stil. Perfekt für ein stilvolles Frühstück oder Lunch mit Freund*innen. Die Tearooms sind an ein Gästehaus angeschlossen (Corrib House Tearooms & Guest Accomodation, No. 3 Waterside, Woodquay, Galway, Ireland.)

 

In Dublin habe ich mich auf mein Gefühl verlassen, bin den Lokalen mit großer Aufmachung an den Touristen-Hotspots ausgewichen und habe oft Takeaway gewählt.  Letzteres gibt es in ausgezeichneter Qualität, nachhaltig und gesundheitsbewusst. Hier zwei meiner Entdeckungen:

Panem Baker Coffee Shop – eine auf den ersten Blick unscheinbare Bäckerei am Nordufer des Liffy, etwas westlich von der Ha’Penny-Bridge. Bester italienischer Kaffee, pikant gefülltes Gebäck und „die besten Croissants der Stadt“ – keine Übertreibung! (Panem Bakery Coffee Shop, 21, Lower Ormond Quay, Dublin 1 Dublin, Ireland).

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Chopped in Westmorelandstreet, Dublin

Chopped ist eine Franchisekette mit Filialen in ganz Irland, die Takeaway-Salate in hoher Qualität anbietet. Die Zutaten sind frisch, die Dressings köstlich, das Preis-Leistungs-Verhältnis passt.

 

 

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Blick auf die Meath Street vor dem Tasty 8, The Liberties, Dublin

 

 

In den Liberties, dem Stadtteil zwischen St. Patrick’s Cathedral und Guiness Storehouse, wo die Touristen meist nur auf der Stadtrundfahrt durchfahren, kann man an Verkaufsständen billig Obst kaufen oder in unprätentiösen Lokalen gut und preiswert essen und trinken. Das Personal ist herzlich („What can I bring you, love?„), und wenn man Glück hat, spielt am Abend Livemusik vor den lokalen Fans.

#Unterkünfte

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Front Gate & Front Square, Trinity College, Dublin
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Dormitory, House 36, Trinity College, Dublin

Im Juli und August vermietet das #TrinityCollege die Studentenunterkünfte an Besucher. Die Preise variieren von Tag zu Tag. Ich habe mir 4 Nächte mit kostengünstigem Preis ausgesucht und meine Reise um diese herum geplant. Die Apartments sind geräumig und zweckmäßig eingerichtet, und es ist ein tolles Gefühl, 100 Meter vom #BookofKells entfernt auf einem Universitätscampus zu wohnen, auf dem Jonathan Swift, Oscar Wilde und Samuel Beckett studiert haben.

Die anderen Unterkünfte habe ich kurzfristig über Airbnb gebucht und dabei durchwegs gute Erfahrungen gemacht. Nur in Galway bin ich bei einem Vermieter gleich wieder ausgezogen, da dieser mir keinen Schlüssel für mein Zimmer geben konnte. Ersatz in einem stilvollen B&B war schnell gefunden.

#Wetter

Wer nach Irland reist, sollte wetterfest sein. Es kann zu jeder Jahreszeit manchmal auch tagelang regnen, dafür ist es selten extrem heiß oder extrem kalt („heiß“ ist es ab 25°C.) Irland erlebt gerade eine Hitzeperiode, die Rasenflächen in den Parks sind braun statt grün, und die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, Wasser zu sparen. „Wir beschweren uns nicht„, habe ich dazu oft gehört, „wir genießen die Sonne.“ Das mit den Wasservorräten sei ein Problem, um das sich gefälligst die Regierung kümmern solle. Ohne Pulli wäre ich trotzdem oft nicht ausgekommen, und einen Regenschirm habe ich auch noch gekauft.

#Sicherheit

Dublin und Galway sind Städte, in denen man sich in den meisten Gegenden rund um die Uhr ohne Bedenken bewegen kann. Die auf allen Reisen üblichen Sicherheitsmaßnahmen reichen vollkommen aus. Gewarnt wurde ich nur vor dem Dubliner Vergnügungsviertel Temple Bar zu später Stunde – wegen der betrunkenen Touristen. An manchen Orten wird man explizit auf die Gefahr von Taschendieben hingewiesen. Ich war die meiste Zeit allein unterwegs und neige nicht zu übermäßigem Mut, habe mich aber nie gefürchtet oder in einer brenzligen Situation wiedergefunden. Gelegentlich wurde ich direkt um Geld angebettelt, das ich dann hergegeben habe oder auch nicht.

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Berkeley Library, Trinity College, Dublin

 

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