Lächeln

Vorbemerkung: Die nachstehende Besprechung enthält Anmerkungen dazu, wie die Geschichte ausgeht. Ich habe mich zwar bemüht, echte Spoiler zu vermeiden, aber wer ganz sicher gehen möchte, sollte vielleicht besser nicht auf Weiterlesen klicken. In jedem Fall freue ich mich schon auf eure Meinung und eure Interpretation!

Vor einigen Monaten entdeckte ich im Internetshop der irischen Buchhandelskette Dubray Books ein Angebot, an dem ich nicht vorbeigehen konnte, obwohl mein SUB eigentlich schon hoch genug war: Ein signiertes Exemplar von Roddy Doyles neuestem, bisher nur auf Englisch erschienenen Roman Smile. Jetzt war das Buch endlich an der Reihe, und das Lesen hat doppelt so lange gedauert wie erwartet. Die schlichte Sprache würde Smile eigentlich in die Kategorie der Easy Reads einordnen, wäre da nicht der Ausgang der Geschichte, der mich vollkommen verblüfft dazu veranlasst hat, sofort nach der letzten Seite wieder von vorne zu beginnen, nur um ganz sicher zu sein, dass ich da nicht etwas falsch verstanden habe. Victor Forde, 54,  hat gerade eine Trennung hinter sich. Seine wunderschöne, kluge, unkonventionelle und erfolgreiche Ex-Frau Rachel hatte ein Cateringunternehmen aufgebaut, mit dem sie zum Medienstar geworden war. Seine eigene Karriere als Journalist und Schriftsteller war nicht so recht vom Fleck gekommen, und auch sein seit langem geplantes Buch darüber, was in Irland alles falsch läuft, hat er bisher nicht schreiben können.

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