The Old Bard

Peter Ackroyds 2005 auf Englisch und ein Jahr später auf Deutsch erschienene Shakespeare-Biographie hatte schon einige Monate im Bücherregal gewartet, bis ich endlich Zeit dafür fand, denn 500 Seiten, vollgepackt mit Informationen, wollen erst einmal bewältigt werden. Die dafür benötigte Zeit ist aber ausgezeichnet investiert: Das Buch zeichnet Shakespeares Leben chronologisch in allen Phasen nach und beleuchtet dabei faszinierende Aspekte. Es geht um Fragen wie „Welche Bewandtnis hat es mit der Namensähnlichkeit zwischen William Shakespeares noch als Kind verstorbenem Sohn Hamnet und dem Stück über den Prinzen von Dänemark?“ oder „Gehörte der Dichter der Anglikanischen Kirche an oder war er ein heimlich praktizierender Katholik?“Weiterlesen »

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Costa Book Awards

Im deutschen Sprachraum kennt man Costa, wenn überhaupt, nur als Coffee-to-go-Kette, in Großbritannien steht der Name auch für qualitätsvolle und gleichzeitig immer unterhaltsame Literatur, ausgezeichnet mit dem gleichnamigen Book Award. Gewonnen hat ihn dieses Jahr, als erster Autor schon zum zweiten Mal, Sebastian Barry für Days without End, einen Roman, dessen Ich-Erzähler Thomas McNulty, ein 17jähriger irischer Einwanderer in die Vereinigten Staaten der 1850er-Jahre, als Soldat der US-Cavalry am Bürgerkrieg teilnimmt. Ich werde das Buch so schnell wie möglich lesen und darüber schreiben.

Die Berichterstattung über die Preisverleihung hat mich an einen Gewinner aus dem Jahr 2009 erinnert, Colm Tóibíns Brooklyn. Hier ist der Einwanderer eine Einwanderin, die junge Eilis Lacey, und der Roman spielt ziemlich genau 100 Jahre später als der von Barry.Weiterlesen »